Arc Raiders: Embark Studios erklärt, wie Spielstil das Matchmaking beeinflusst
PvP- oder PvE-Fokus spielt eine Rolle bei der Lobby-Zusammenstellung – CEO Patrick Söderlund gibt neue Einblicke in das System hinter Arc Raiders.
Arc Raiders hat sich innerhalb kurzer Zeit als feste Größe unter den Extraction-Shootern etabliert. Nun gewährt Entwickler Embark Studios einen seltenen Blick hinter die Kulissen: In einem Interview erklärt CEO Patrick Söderlund, wie das Matchmaking des Live-Service-Titels nicht nur das Können, sondern auch den bevorzugten Spielstil der Spielenden berücksichtigt.
Matchmaking geht über reines Skill-Based hinaus
Extraction-Shooter leben von Spannung, Risiko und unvorhersehbaren Begegnungen. Doch genau diese Mischung kann schnell frustrieren – vor allem, wenn PvE-orientierte Spielende ständig auf aggressive PvP-Gruppen treffen. Genau hier setzt Arc Raiders an.
Laut Söderlund basiert das Matchmaking zwar weiterhin auf klassischen Skill-Werten, wird jedoch durch zusätzliche Faktoren ergänzt. Neben der Gruppengröße (Solo, Duo oder Trio) fließt seit Kurzem auch ein, wie stark sich Spielende auf PvP- oder PvE-Inhalte konzentrieren.
„Wenn Sie lieber PvE spielen und weniger Konflikte mit anderen Spielern suchen, werden Sie häufiger mit Gleichgesinnten gematcht. Das ist keine exakte Wissenschaft, kann aber viel Frust vermeiden“, so Söderlund im Gespräch.
Das Ziel: ruhigere, explorativere Lobbys für PvE-Fans – und intensivere, actiongeladene Matches für Spielerinnen und Spieler, die aktiv die Konfrontation suchen.
Analyse des Spielverhaltens als Schlüssel
Ganz neu kommt dieser Ansatz nicht. Bereits zuvor hatte Art Director Robert Sammelin angedeutet, dass Arc Raiders das Verhalten der Community kontinuierlich auswertet. Entscheidend sind dabei unter anderem:
- Häufigkeit von PvP-Kämpfen
- Dauer und Intensität von Gefechten
- Fokus auf Missionen, Beute und Evakuierung
Aus diesen Daten leitet das System ab, welche Art von Lobby besser zum individuellen Spielstil passt – ohne diesen strikt festzunageln. Überraschungen sollen weiterhin möglich bleiben.
Spielerbindung bestätigt den Ansatz
Der Erfolg gibt Embark Studios offenbar recht. Ein Blick auf SteamDB zeigt, dass sich die Spitzenwerte der letzten Monate kaum von den aktuellen 24-Stunden-Spielerzahlen unterscheiden. Ein klares Indiz für eine stabile und engagierte Community.
Gerade im Vergleich zu etablierten Genre-Größen wie Call of Duty oder Battlefield positioniert sich Arc Raiders damit bewusst anders: weniger starre Systeme, mehr Rücksicht auf individuelle Vorlieben.
Mehr Freiheit, weniger Frust
Mit seinem spielstilbasierten Matchmaking schlägt Arc Raiders einen mutigen, aber konsequenten Weg ein. Statt alle über einen Kamm zu scheren, versucht Embark Studios, unterschiedliche Erwartungen innerhalb der Community besser abzuholen. Sollte das System weiter verfeinert werden, könnte es zum Vorbild für kommende Live-Service- und Extraction-Titel werden.
Arc Raiders zeigt damit: Gutes Matchmaking ist mehr als nur Skill – es ist Verständnis für die Art, wie Menschen spielen.
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