Call of Duty stolpert: Black Ops 7 landet in den USA nur auf Platz 5 – schwächster Jahresrang seit 2008
Trotz Dezember-Sieg reicht es 2025 insgesamt nur fürs Mittelfeld: Circana-Zahlen zeigen, wie ungewöhnlich stark Battlefield 6 und andere Blockbuster Call of Duty überholt haben.
Schon im Dezember deuteten Berichte an, dass Call of Duty: Black Ops 7 kommerziell nicht das gewohnt dominante Bild abgibt. Jetzt untermauern die US-Jahrescharts 2025 von Circana diese Entwicklung: Black Ops 7 schließt das Jahr „nur“ auf Rang 5 nach Dollarumsatz ab – der schwächste Jahresrang für die Reihe seit Call of Duty: World at War (2008).
Hintergrund: Warum ist Platz 5 für Call of Duty so bemerkenswert?
Call of Duty ist traditionell ein Jahres-„Autopilot“ an der Chartspitze. Umso mehr wirkt Platz 5 wie ein kleiner Kulturbruch: Black Ops 7 war zwar im Dezember der Bestseller, doch über das Gesamtjahr hinweg reichte der Schlussspurt nicht, um wieder ganz nach oben zu klettern. Laut GameSpot kletterte der Titel durch den starken Dezember immerhin noch von Platz 7 (Stand November) auf Platz 5 im Jahresranking.
Aktueller Stand: Diese Spiele lagen 2025 vor Black Ops 7
In Circana’s US-Gesamtranking (Dollarumsatz, plattformübergreifend) wird Black Ops 7 von gleich vier Schwergewichten übertroffen:
- Battlefield 6 (Platz 1)
- NBA 2K26
- Borderlands 4
- Monster Hunter: Wilds
- Call of Duty: Black Ops 7 (Platz 5)
Besonders pikant: Battlefield 6 war damit nicht nur vor CoD, sondern laut VGC erstmals überhaupt über ein Kalenderjahr hinweg das erfolgreichere der beiden Shooter-Schwergewichte in den USA.
Game Pass als Faktor – aber nicht die ganze Erklärung
Ein naheliegender Punkt ist der Game-Pass-Effekt: Black Ops 7 erschien (wie schon Black Ops 6 zuvor) im Abo, was klassische Vollpreisverkäufe dämpfen kann. Gleichzeitig zeigt der Vergleich mit Black Ops 6, dass „nur Game Pass“ als Erklärung zu kurz greift: Der Vorgänger war ebenfalls im Abo – und dominierte dennoch deutlich stärker.
Dazu kommt: Activision und Microsoft teilen keine vollständigen Verkaufszahlen, wodurch außenstehenden Beobachtenden nur Circana-Trends und Kontextindikatoren bleiben.
Was heißt das für Activision – und für den nächsten CoD-Teil?
Platz 5 ist kein Desaster – aber für Call of Duty fühlt es sich wie ein Warnschuss an. Konkurrenz, Abo-Distribution, möglicherweise schnellerer Preisverfall und ein insgesamt engeres Blockbuster-Feld: 2025 zeigt, dass selbst eine Marke mit eingebautem Rückenwind nicht unangreifbar ist.
Spannend wird vor allem, welche Stellschrauben Activision im nächsten Zyklus dreht: Mehr Abstand zwischen Sub-Serien, klarere Profilierung gegenüber Battlefield – oder ein noch stärkerer Fokus auf Engagement- und Abo-KPIs statt reiner Vollpreisverkäufe? Die nächsten Monate dürften zeigen, ob Black Ops 7 ein Ausrutscher war – oder der Beginn einer neuen Normalität.
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