Cities: Skylines 2: Iceflake Studios beenden das nächtliche Massensterben

Das erste große First Frost-Update unter neuer Flagge räumt bei der Lebenssimulation auf und zügelt die Fahrrad-Begeisterung der digitalen Stadtbevölkerung.
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Von Dominik Litzmann
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Cities: Skylines 2: Iceflake Studios beenden das nächtliche Massensterben

Werden die Uhren in Cities: Skylines 2 auf Mitternacht gestellt, hieß es für viele Bewohnende bisher: Endstation Friedhof. Das neue First Frost-Update der Iceflake Studios macht Schluss mit bizarren Todeswellen und bringt frischen Wind in die Stadtplanung.

Wenn der Sensenmann Überstunden macht

Bisher glichen die Nächte in den digitalen Metropolen von Cities: Skylines 2 eher einem Horrorfilm als einer entspannten Simulation. Ein technischer Fehler sorgte dafür, dass die Tageszeit bei der Berechnung von Todesfällen schlicht ignoriert wurde. Das Resultat: Zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens kippten die Leute reihenweise um.

Die Iceflake Studios, die das Ruder bei der Entwicklung übernommen haben, ziehen nun die Notbremse. Durch eine Vervierfachung der Berechnungsschritte für Sterbefälle wird das Ableben der Bevölkerung nun gleichmäßiger über den Tag verteilt. Das verhindert, dass die Bestattungsinstitute pünktlich zur Geisterstunde im logistischen Chaos versinken.

Das Ende der Unsterblichen

Auch an der demografischen Stellschraube wurde kräftig gedreht – besonders im "Easy-Modus". Dort genossen bisher rund 80 Prozent der Bevölkerung ein quasi ewiges Leben und weigerten sich schlicht, an Altersschwäche zu sterben. Das Update führt nun einen natürlichen Lebenszyklus ein, damit die Stadtentwicklung nicht durch eine Generation von Methusalems stagniert.

Doch nicht nur der Tod wurde neu sortiert, auch der Alltag auf den Straßen sieht nun anders aus. Hatten Sie das Gefühl, Ihre Stadt bestünde nur noch aus Tour-de-France-Anwärtern? Das Studio hat die Häufigkeit von Fahrradtrips drastisch um 80 Prozent reduziert, um ein realistischeres Verkehrsmodell zu schaffen.

Politur für das Auge und den Komfort

Abseits der harten Zahlen gibt es visuelle und funktionelle Schmankerl:

  • Grafik-Update: Verbesserte Schatten, Nebel, der auf das Wetter reagiert, und Schnee, der nun auch auf Decals korrekt liegen bleibt.
  • Übersichtlichkeit: Neue UI-Symbole für Kreisverkehre, Sackgassen und Verschmutzungsarten erleichtern die Planung.
  • Sanftere Werkzeuge: Das Terraforming agiert nun weniger aggressiv, sodass feinfühlige Anpassungen der Landschaft besser gelingen.
  • Sicherheitsnetz: Fast schon kurios, aber wahr – das automatische Speichern ist ab sofort standardmäßig aktiviert. Ein Feature, das viele wohl schon zum Launch vermisst haben.

Ein frostiger Neuanfang mit Hoffnung

Es ist ein deutliches Lebenszeichen für die Städtebau-Simulation. Indem Iceflake Studios direkt eines der skurrilsten Probleme – die nächtlichen Todeswellen – angeht, beweisen sie ein Auge für die Details, die das Spielgefühl bisher trübten. Das First Frost-Update wirkt wie das dringend benötigte Fundament, auf dem nun eine stabilere und logischere Zukunft für alle Hobby-Bürgermeister entstehen kann. Bleibt zu hoffen, dass die kommenden Patches ebenso beherzt aufräumen.

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