CoD Black Ops 7: Team Ricochet sagt Hardware-Cheatern in Season 2 den Kampf an
Mit dem Start von Season 2 führt Activision eine neue, verhaltensbasierte Erkennungsmethode ein, die besonders die berüchtigten Hardware-Cheats ins Visier nimmt.
Der ewige Kampf gegen die Mogelei geht in die nächste Runde: Wer in Call of Duty: Black Ops 7 bisher auf externe Hilfsmittel gesetzt hat, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen, muss sich ab sofort warm anziehen. Activision rollt mit dem neuesten Update für sein Anti-Cheat-System „Ricochet“ schwere Geschütze auf, die weit über das bloße Scannen von Dateien hinausgehen.
Das Problem mit der "unsichtbaren" Hardware
Schon seit Jahren sind Geräte wie der Cronus Zen oder die XIM Matrix der Community ein Dorn im Auge. Diese kleinen Boxen werden zwischen Controller und Konsole (oder PC) geschaltet und manipulieren die Eingabesignale. Das Ergebnis: Waffen ohne Rückstoß, perfektioniertes Aiming und manipulierte Feuerraten. Da diese Geräte für das System oft wie normale Controller aussehen, waren sie bisher extrem schwer aufzuspüren. In der Vergangenheit fühlte sich das Spielen gegen solche „Hardware-Hacker“ oft wie ein Kampf gegen Windmühlen an.
Analyse statt Signatur: Die neue Methode
Mit Season 2 ändert Team Ricochet die Strategie grundlegend. Anstatt nach einer spezifischen Gerätesignatur zu suchen – die von den Herstellern der Cheat-Hardware ständig verschleiert wird – analysiert das System nun das reale Spielverhalten.
Dabei werden folgende Parameter unter die Lupe genommen:
- Bewegungsmuster: Sind die Schritte und Drehungen menschlich oder wirken sie maschinell berechnet?
- Ziel-Verhalten: Reagiert das Visier mit einer Präzision und Geschwindigkeit, die jenseits menschlicher Reflexe liegt?
- Feuer-Aktivität: Werden Rückstöße so perfekt kompensiert, wie es physisch mit einem Standard-Controller unmöglich wäre?
Zusätzlich setzt Activision auf dem PC nun auf Microsoft Azure Attestation. Diese Cloud-basierte Technologie prüft die Integrität des gesamten Systems, bevor das Match überhaupt startet, um Manipulationen auf tiefer Ebene (Kernel-Level) zu unterbinden.
Die Community zwischen Hoffnung und Skepsis
In Foren wie Reddit wird die Ankündigung hitzig diskutiert. Während sich viele Fans über den Fokus auf Ranked Play freuen, bleibt ein bitterer Beigeschmack. Nutzer wie c1p0 bringen es auf den Punkt: „Ich hoffe wirklich, dass sie es schaffen, aber ihre Erfolgsbilanz ist im Moment ziemlich mies.“ Andere Spieler sorgen sich darum, ob die Erkennung auch Streamer erwischt, die hinter verschlossenen Türen solche Hilfsmittel nutzen könnten. Fest steht: Der Druck auf die Betrüger war selten so hoch wie jetzt.
Das Ende der Schonfrist
Es ist ein technologisches Wettrüsten, das niemals ganz enden wird. Doch mit dem Wechsel zur Verhaltensanalyse macht Activision einen entscheidenden Schritt weg vom reinen Reagieren hin zum aktiven Erkennen von Anomalien. Ob Black Ops 7 dadurch wirklich „cheaterfrei“ wird, bleibt abzuwarten – aber für Nutzer von Cronus und Co. ist das Eis in Season 2 definitiv dünner geworden. Wer erwischt wird, dem droht nicht nur der Ausschluss aus dem aktuellen Match, sondern ein permanenter Bann für das gesamte CoD-Franchise.
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