Dunkler, härter, besser? Neue Infos zu Marathon versprechen massive Änderungen
Nach einem Event in China gibt es frische Details zu Bungies Shooter Marathon: Wir erfahren Neues zur Charakter-Individualisierung, der Waffenvielfalt und einer knallharten Herausforderung für PvE-Fans.
Bungies Reboot von Marathon rückt mit großen Schritten näher und die Marketingmaschine läuft pünktlich zum Release am 5. März 2026 auf Hochtouren. Nach einem exklusiven Hands-on-Event in Shanghai sind nun zahlreiche Details durchgesickert, die zeigen: Der Extraction-Shooter hat sich seit der ersten Ankündigung stark gewandelt. Die sterile Ästhetik weicht einem deutlich düsteren, mysteriösen Ton, der Veteranen der ursprünglichen Trilogie bekannt vorkommen dürfte.
Runner-Skins und modulares Waffen-Arsenal
Einer der größten Kritikpunkte früherer Testphasen war die Sorge um mangelnde Individualisierung. Hier scheint Bungie nachgebessert zu haben. Zum Launch soll jeder „Runner“ (die spielbaren Charaktere) mindestens sechs Basis-Skins erhalten, die jeweils an eine der sechs Fraktionen im Spiel angelehnt sind. Besonders spannend: Die Anpassung geht über bloße Farben hinaus.
Bei den insgesamt 28 bestätigten Waffen gibt es jeweils zwei oder mehr Skins, von denen einige sogar das komplette 3D-Modell verändern. Zusätzlich können Waffen mit Talismanen und Stickern versehen werden, die über Ingame-Herausforderungen freigeschaltet werden. Das Ziel ist klar: Trotz fester Charakter-Archetypen wie dem „Destroyer“ oder dem agilen „Vandal“ sollen sich Spielende optisch deutlich voneinander abheben können.
Knallhartes PvE: Die Welt als größter Feind
Während viele Extraction-Shooter die KI-Gegner als bloßes „Loot-Futter“ behandeln, positioniert Bungie die Umwelt von Tau Ceti IV als tödliche Gefahr. Berichte vom Event beschreiben die NPC-Gegner als gnadenlos. Sie rufen aktiv Verstärkung und agieren taktisch – einige nutzen Tarnvorrichtungen, andere koordinieren Flankenangriffe auf niedergestreckte Spieler.
Zusätzlich sorgen Umweltgefahren wie Giftgas-Ventile und Landminen dafür, dass jeder Schritt wohlüberlegt sein muss. Besonders bitter für PvE-Fans, die auf eine entspannte Runde hoffen: Heilmittel und Schilde sind bei Händlern extrem teuer. Wer nicht effizient lootet, kann sich das Überleben kaum leisten. Frühe PvP-Gefechte werden von Testern sogar als „garantierte Niederlage“ beschrieben, da die Ressourcenknappheit kaum Fehler verzeiht.
Saisons als „Roguelike-Abenteuer“
Game Director Joe Ziegler konkretisierte zudem die Vision für den Live-Service. Jede Saison in Marathon soll sich wie ein monatelanges „Roguelike-Abenteuer“ anfühlen. Spieler müssen sich durch zunehmend schwierigere Stufen kämpfen und dabei Keycards nutzen, um in neue, gefährlichere Zonen vorzustoßen. Dabei entfaltet sich die Geschichte nicht über eine klassische Kampagne, sondern durch das Entdecken von Geheimnissen in der Welt, wie etwa den Hinterlassenschaften von Dr. Strauss.
Ein riskanter Tanz auf dem Vulkan
Bungie geht mit Marathon einen mutigen Weg: Weg vom bunten Helden-Shooter-Look, hin zu einer harten, fast schon beklemmenden Atmosphäre mit hoher Einstiegshürde. Ob dieses Konzept im hart umkämpften Genre der Extraction-Shooter aufgeht oder ob die „Böse Überraschung“ des hohen Schwierigkeitsgrads Gelegenheitsspieler abschreckt, wird sich im März zeigen. Eines ist sicher: Marathon will kein zweites Destiny sein, sondern eine eigenständige, bittere Sci-Fi-Erfahrung.
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