EA und Sony erleiden Rückschlag in Österreichs Lootboxen-Debatte

Gericht stuft Lootboxen als illegales Glücksspiel ein – was bedeutet das für die Gaming-Industrie?
Veröffentlicht am von Dominik LitzmannPremium-Benutzer
EA und Sony erleiden Rückschlag in Österreichs Lootboxen-Debatte

In Österreich erleben EA und Sony einen weiteren Dämpfer in der kontroversen Diskussion um Lootboxen. Ein Gericht hat die virtuellen Schatzkisten nun auch in zweiter Instanz als illegales Glücksspiel eingestuft. Was sind die Konsequenzen für Gamer und die Industrie?

Gerichtsurteil trifft EA und Sony hart

Lootboxen in Österreich sind jetzt offiziell als illegales Glücksspiel klassifiziert. Das hat nicht nur für Electronic Arts und Sony Interactive Entertainment finanzielle Folgen, sondern könnte auch Signalwirkung für den gesamten deutschsprachigen Raum haben. Die beiden Unternehmen müssen einem FIFA-Spieler mehrere tausend Euro zurückzahlen. Richard Eibl, Geschäftsführer von Padronus, die den Prozess finanziert haben, betont die Tragweite der Entscheidung: "Es ist das Aus für Lootboxen in Österreich."

EA bleibt standhaft

Trotz der klaren Gerichtsentscheidung zeigt sich EA unbeeindruckt und hält das Urteil für "verfehlt". Der Publisher hat zwar keine Berufung eingelegt, bleibt jedoch bei seiner Position, dass seine Spiele nicht als Glücksspiele zu qualifizieren sind. EA betont, dass ein anderes Landesgericht bereits zu ihren Gunsten entschieden hat und sie alle lokalen Gesetze einhalten.

Auswirkungen auf kommende Spiele

Die Frage bleibt offen, wie sich das Urteil auf den Vertrieb des kommenden EA Sports FC 24 in Österreich und möglicherweise auch in anderen Ländern auswirken wird. In Deutschland hat die USK dem Spiel wegen der In-Game-Käufe erstmals eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt.

3

Kommentare

Melde dich an, damit du mit anderen über das Thema diskutieren kannst.

Keine Kommentare vorhanden.