Elden Ring: Nightreign – Erweiterung The Forsaken Hollows stößt auf deutliche Kritik

Neue Inhalte, alte Frustration: Vor allem die Map Great Hollow sorgt bei vielen Spielenden für Unmut und negative Bewertungen.
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Von Dominik Litzmann
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Elden Ring: Nightreign – Erweiterung The Forsaken Hollows stößt auf deutliche Kritik

Die vor rund sechs Wochen veröffentlichte Erweiterung The Forsaken Hollows für Elden Ring: Nightreign sollte frischen Wind ins düstere Action-Rollenspiel bringen. Neue Nightfarer, zusätzliche Night-Bosse und zwei neue Endbosse erweitern das ohnehin umfangreiche Angebot. Doch statt Euphorie macht sich in der Community zunehmend Frust breit – Hauptverantwortlicher ist die neue Karte Great Hollow.

Ein Zufallsevent mit massiven Auswirkungen

Great Hollow ist kein dauerhaftes Gebiet, sondern ein sogenanntes Shifting-Earth-Event, das zufällig ausgewählt wird und mit der Standard-Map sowie vier weiteren Varianten konkurriert. Anders als andere Shifting Earths verändert Great Hollow jedoch nahezu die komplette Spielwelt. Vertraute Orientierungspunkte wie Schlösser, große Seen oder markante Schluchten fehlen vollständig.

Stattdessen dominiert ein gigantischer, abgestürzter Kristall das Zentrum der Karte. Das Leveldesign setzt stark auf vertikale Ebenen, schmale Klippen und unübersichtliche Höhenunterschiede. Zusätzlich existiert ein starker Gruppen-Buff, der jedoch erst aktiviert wird, wenn mehrere kleine Kristalle zerstört wurden. Diese erscheinen bei jedem Run an neuen Positionen – was laut Community die strategische Planung erheblich erschwert und Runs unnötig chaotisch macht.

Tödliche Abgründe statt kalkulierter Risiken

Besonders heftig fällt die Kritik an den zahlreichen, kaum erkennbaren Abgründen aus. Während Elden Ring: Nightreign grundsätzlich keinen klassischen Fallschaden kennt und riskantes Springen sogar fördert, bestraft Great Hollow dieses Verhalten gnadenlos mit sofortigem Tod.

Noch frustrierender empfinden viele Spielende das Respawn-System auf der Map: Nach einem Tod erscheint man nicht zuverlässig an der letzten Grace, sondern teils zufällig auf schmalen Vorsprüngen – während die verlorenen Runen häufig unerreichbar bleiben. Dieser Mix aus Kontrollverlust und Bestrafung sorgt für reichlich Unmut.

Negative Resonanz auf Steam – Entwickler schweigen

Der Frust spiegelt sich auch in den Nutzerbewertungen auf Steam wider, wo die Erweiterung aktuell überwiegend negativ bewertet wird. Viele Rezensionen kritisieren weniger den Schwierigkeitsgrad an sich, sondern vor allem das als unfair empfundene Leveldesign der neuen Map.

Bislang haben sich weder FromSoftware noch Bandai Namco offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Angesichts der klaren Stimmen aus der Community bleibt jedoch abzuwarten, ob Anpassungen oder Balancing-Updates für Great Hollow folgen werden.

Eines ist sicher: The Forsaken Hollows polarisiert – und Great Hollow gilt für viele aktuell eher als Geduldsprobe denn als spannende Erweiterung der Nightreign-Erfahrung.

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