Forza Horizon 6: Grandioses Japan-Gameplay mit einem faden Beigeschmack
Neues Videomaterial zeigt die PS-starke Reise nach Fernost, doch die ungewöhnlich leeren Straßen von Tokio sorgen bei der Community für hitzige Diskussionen.
Packende Drifts vor der Kulisse neonbeleuchteter Wolkenkratzer und Kirschblüten: Das neueste Gameplay-Video zu Forza Horizon 6 verspricht eigentlich Rennspiel-Träume pur. Doch während die Optik glänzt, wirft ein Detail bei den Fans Fragen auf, die weit über die Lackierung hinausgehen.
Die Sorge vor der Geisterstadt: Wo ist der Verkehr?
In einem rund neunminütigen Exklusiv-Video von IGN präsentiert sich das virtuelle Japan von seiner Schokoladenseite. Wir sehen malerische Landstraßen, weite Autobahnen und die bisher größte Stadt der Seriengeschichte. Doch genau hier liegt der Hund begraben: Wer eine pulsierende Metropole wie Tokio erwartet hat, reibt sich verwundert die Augen.
Egal ob auf der Schnellstraße oder im dichten Häusermeer – die Straßen wirken wie leergefegt. Nur vereinzelt begegnen den Spielenden andere Fahrzeuge. In den sozialen Medien und Kommentarspalten braut sich deshalb Skepsis zusammen. Viele Fans fürchten das Phänomen der "toten Stadt". Ein Nutzer bringt es auf den Punkt: „Japan ohne Verkehr fühlt sich an wie ein Rennspiel auf dem Mond.“ Die Befürchtung ist groß, dass die Immersion leidet, wenn die Spielwelt zwar riesig, aber klinisch rein und unbelebt wirkt.
Zwischen Spielbarkeit und Atmosphäre
Natürlich ist die Balance in einem Open-World-Racer ein Drahtseilakt. Würde Playground Games den realen Berufsverkehr von Tokio simulieren, wäre an High-Speed-Rennen kaum noch zu denken. Dennoch ist die Diskrepanz im aktuellen Material auffällig. Die Anzahl der computergesteuerten Fahrzeuge verändert sich kaum, unabhängig davon, in welchem Areal man sich gerade bewegt.
Für die Entwickler von Playground Games steht viel auf dem Spiel. Nach der offiziellen Ankündigung im Jahr 2025 und den ersten Gameplay-Szenen im Januar 2026 ist die Erwartungshaltung gigantisch. Japan ist das Wunsch-Setting der Community seit fast einem Jahrzehnt. Eine Spielwelt, die sich wie eine Kulisse anfühlt, könnte den harten Kern der "Core Gamer" enttäuschen.
Letzter Feinschliff vor der Ziellinie
Ist die Panik berechtigt? Bis zum Release am 19. Mai 2026 für PC und Xbox Series X/S (eine Version für PlayStation 5 folgt später) verbleiben noch einige Wochen. In dieser Phase der Spieleentwicklung wird oft an der Optimierung der "Living World"-Systeme gefeilt. Es ist also gut möglich, dass die Verkehrsdichte im fertigen Produkt noch nach oben geschraubt wird oder im Video schlicht reduziert wurde, um die freie Sicht auf die Landschaft zu ermöglichen.
Zuletzt veröffentlichte Trailer, die die verschiedenen Biome Japans beleuchteten, zeigten bereits, wie viel Liebe zum Detail in der Flora und Fauna steckt. Bleibt zu hoffen, dass auch die urbanen Zentren bis zum Startschuss die nötige Portion Leben eingehaucht bekommen.
Hoffnung auf den Turbo-Boost
Ob Playground Games die Kritik der Fans ernst nimmt und die Straßenzüge noch mit digitalem Leben füllt, werden die nächsten Wochen zeigen. Das Potenzial für den besten Teil der Reihe ist definitiv da – jetzt muss nur noch der Puls der Stadt spürbar werden. Wir behalten die Straßen von Japan für euch im Rückspiegel.
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