Highguard kassiert zum Start tausende Negativ-Reviews auf Steam

Der Free-to-Play-3v3-Shooter hat einen holprigen Launch hingelegt – Technikprobleme und Kritik am Spieldesign drücken die Stimmung.
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Von Dominik Litzmann
Highguard kassiert zum Start tausende Negativ-Reviews auf Steam

Der Release von Highguard hätte ein Befreiungsschlag werden sollen, doch stattdessen stolpert der neue Online-Shooter bereits am ersten Tag. Serverprobleme, Performance-Schwächen und Designkritik haben dazu geführt, dass sich auf Steam binnen weniger Stunden ein massives Negativbild aufgebaut hat.

Ein Launch voller Stolpersteine

Am 26. Januar 2026 erschien Highguard kostenlos für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Nach einer langen Funkstille seit der Ankündigung bei den Game Awards wollte das Spiel mit seinem 3v3-„Raid-Shooter“-Ansatz, zerstörbaren Umgebungen und reitbaren Mounts frischen Wind ins Genre bringen.

Doch schon kurz nach dem Start häuften sich die Probleme:
Viele Spieler kamen aufgrund überlasteter Server zunächst gar nicht ins Spiel. Wer es schaffte, berichtete vor allem auf dem PC von instabilen Framerates – selbst auf High-End-Systemen. Für einen kompetitiven Online-Shooter ist das ein denkbar schlechter erster Eindruck.

Kritik am Herzstück des Spiels

Neben der Technik steht vor allem das Spieldesign in der Kritik. Zahlreiche Nutzer empfinden die Kombination aus großen Maps und dem 3v3-Format als unglücklich. Die Matches wirkten dadurch zu langsam, teils leer und wenig dynamisch.

In den Steam-Reviews wiederholt sich ein zentraler Vorwurf: Die Karten seien eher für 5v5 oder 6v6 ausgelegt, während sich das aktuelle Format verloren anfühle. Die Loot-Phase wirke gestreckt, Begegnungen zwischen Teams seien selten – Spannung komme so kaum auf.

Hinzu kommen erwartbare, aber inhaltlich wenig relevante Kommentare, die dem Spiel pauschal vorwerfen, es sei „woke“. Solche Stimmen tragen zwar zur negativen Bewertung bei, erklären den Frust vieler Spieler jedoch nicht vollständig.

Die nackten Zahlen auf Steam

Zum Zeitpunkt des Schreibens (26. Januar, früher Abend) zählt Highguard auf Steam 9.442 Nutzerbewertungen. Davon sind 7.230 negativ, was dem Spiel den Status „Größtenteils negativ“ einbringt. Weniger als 2.000 Reviews fallen positiv aus – ein herber Dämpfer zum Start.

Interessant: Auf der PlayStation fällt das Bild deutlich milder aus. Dort kommt Highguard bei rund 2.000 Bewertungen auf einen Schnitt von 3,34 von 5 Sternen. Das deutet darauf hin, dass zumindest ein Teil der Probleme plattformspezifisch sein könnte.

Noch ist nichts entschieden

Wichtig bleibt: Keine zwölf Stunden nach Release ist dieses Urteil ein sehr frühes Stimmungsbild. Viele Bewertungen basieren auf wenigen Matches – oft unter schlechten technischen Bedingungen. Ob Highguard die Kurve noch bekommt, hängt nun davon ab, wie schnell und konsequent die Entwickler auf Feedback reagieren.

Patches für Performance und Server-Stabilität sind Pflicht. Danach wird sich zeigen, ob das 3v3-Konzept mit Anpassungen an Maps oder Spieltempo doch noch überzeugen kann – oder ob Highguard als weiteres Beispiel für einen missglückten Live-Service-Start in Erinnerung bleibt.

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