Keine Rettungskapsel für Kritiker: Todd Howard erteilt Starfield 2.0 eine Absage

In einem aktuellen Interview stellt Bethesda-Chef Todd Howard klar, dass kein fundamentales „2.0-Update“ für das Weltraum-Rollenspiel geplant ist.
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Von Dominik Litzmann
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Keine Rettungskapsel für Kritiker: Todd Howard erteilt Starfield 2.0 eine Absage

Die Gerüchteküche brodelte in den letzten Wochen gewaltig: Würde Bethesda den großen Hebel ansetzen und Starfield mit einem massiven System-Reboot neues Leben einhauchen? Todd Howard hat diesen Träumen nun höchstpersönlich den Saft abgedreht. In einem Gespräch mit Kinda Funny Games erklärte er, dass man zwar intensiv an neuen Inhalten arbeite, eine Neuerfindung des Spielgefühls aber nicht zur Debatte stehe.

Fokus auf Fans statt auf Zweifler

In der Gaming-Welt gilt das „Cyberpunk-Wunder“ von CD Projekt Red seit 2023 als Goldstandard für die Rettung eines holprigen Titels. Viele Spielerinnen und Spieler hofften, dass Bethesda eine ähnliche Metamorphose für die prozeduralen Welten von Starfield anstrebt. Howard stellt jedoch unmissverständlich klar: Wer das Spiel bisher langweilig fand oder keinen Zugang zur Core-Loop fand, wird vermutlich auch durch die kommenden Updates nicht bekehrt.

"Wenn Starfield etwas ist, das dich nicht sofort gepackt hat oder das du an manchen Stellen langweilig fandest, glaube ich nicht, dass das [Update] dies fundamental ändern wird." – Todd Howard

Was kommt stattdessen?

Anstatt das Fundament einzureißen, möchte Bethesda das bestehende Gerüst verfeinern. Howard sprach von „Meta-Änderungen“, die insbesondere die Art und Weise betreffen, wie der Weltraum genutzt wird.

  • Intensivere All-Erfahrung: Das Team experimentiert mit neuen Wegen, den Weltraum und die Schiffe organischer in das Gameplay einzubinden.
  • Kein Technik-Wunder: Grundlegende Engine-Limitierungen oder das vieldiskutierte System der Ladebildschirme beim Planetenwechsel scheinen von der "2.0-Absage" ebenfalls betroffen zu sein.
  • Baldige Enthüllung: Bethesda bereitet sich darauf vor, die nächsten großen Schritte für Starfield „sehr bald“ in einem passenden Rahmen ausführlich zu präsentieren.

Realismus im Sternenmeer

Es ist ein mutiger, wenn auch ernüchternder Schritt von Todd Howard, die Erwartungshaltung so direkt zu dämpfen. Anstatt mit vagen Versprechungen auf Kundenfang zu gehen, spielt Bethesda mit offenen Karten: Starfield bleibt im Kern das Spiel, das es zum Launch war – nur eben in einer geschliffeneren Version. Für die treue Fangemeinde, die bereits hunderte Stunden in den Schiffseditor gesteckt hat, sind das gute Nachrichten. Wer jedoch auf eine komplette Kehrtwende gehofft hat, muss wohl akzeptieren, dass Bethesda das Steuer nicht mehr herumreißen wird, um einen neuen Kurs einzuschlagen.

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