League of Legends MMO zeigt Lebenszeichen: Riot holt ehemaligen WoW-Lead-Producer ins Team

Fünf Jahre nach der Ankündigung und zwei Jahre nach dem großen Reset verstärkt Riot Games das MMO-Team mit einem erfahrenen Blizzard-Veteranen.
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Von Dominik Litzmann
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League of Legends MMO zeigt Lebenszeichen: Riot holt ehemaligen WoW-Lead-Producer ins Team

Es war lange still um das League-of-Legends-MMO. Seit der ersten Enthüllung sind mehr als fünf Jahre vergangen, handfeste Infos blieben rar. Nun gibt es zumindest ein deutliches Signal: Riot Games hat mit Raymond Bartos einen ehemaligen Lead Producer von World of Warcraft für das Projekt verpflichtet.

Ein Projekt, das viele schon abgeschrieben hatten

Das MMO im Universum von League of Legends wurde ursprünglich von Greg Street angekündigt, der Riot jedoch bereits vor drei Jahren verließ. Zwei Jahre später folgte der große Einschnitt: Riot setzte die Entwicklung offiziell zurück, um grundlegende Design-Entscheidungen neu zu denken. Seitdem gab es kaum mehr als vage Aussagen, dass das Projekt „weiterlebt“.

Kein Wunder also, dass viele Fans das MMO gedanklich längst ad acta gelegt hatten.

Blizzard-Erfahrung für Riots Mammutprojekt

Mit Raymond Bartos holt sich Riot nun allerdings reichlich MMO-Erfahrung ins Haus. Bartos war über Jahre als Lead Producer an World of Warcraft beteiligt und bringt damit genau das Know-how mit, das für ein langlebiges Online-Rollenspiel dieser Größenordnung entscheidend ist.

In einem LinkedIn-Post zeigte sich Bartos begeistert von seinem neuen Arbeitgeber und betonte besonders die Werte und Kultur bei Riot. Freundlichkeit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung seien nicht nur leere Worte, sondern gelebter Alltag – ein Eindruck, der ihn schnell überzeugt habe.

Wiedervereint mit einem alten Weggefährten

Zusätzliche Hoffnung macht ein weiteres Detail: Bartos trifft bei Riot auf Orlando Salvatore, einen früheren Lead Software Engineer von World of Warcraft, der bereits im Oktober 2024 von Blizzard zu Riot wechselte. Bartos bezeichnete Salvatore als seinen „langjährigen Duo-Partner“ und ließ durchblicken, dass man dank gemeinsamer Erfahrung schnell vorankommen wolle.

Ob dieses „schnell“ allerdings im MMO-Maßstab zu verstehen ist, bleibt offen.

Geduld bleibt gefragt

Einen Release-Termin gibt es weiterhin nicht. Die bislang letzte Einschätzung aus dem Hause Riot klang eher augenzwinkernd: Das Spiel solle „hoffentlich erscheinen, bevor wir zum Mars fliegen“. Gleichzeitig arbeitet Riot an anderen Großprojekten, darunter ein umfassender Umbau von League of Legends, der neuen Spielenden den Einstieg erleichtern soll – geplant für 2027.

Trotzdem: Die Verpflichtung eines hochkarätigen MMO-Veteranen ist mehr als nur Kosmetik. Sie zeigt, dass das League-MMO nicht in Vergessenheit geraten ist. Ob daraus am Ende ein Genre-Gigant oder doch nur ein weiteres ambitioniertes Versprechen wird, bleibt abzuwarten – aber zumindest dreht sich der Motor wieder.

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