Marathon: Keine zweite Chance – Bungie legt rigorose Anti-Cheat-Strategie offen

Mit dedizierten Servern, „Nebel des Krieges“ und einer strikten Null-Toleranz-Politik rüstet sich Bungie gegen Betrug in seinem kommenden Extraktions-Shooter.
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Von Dominik Litzmann
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Marathon: Keine zweite Chance – Bungie legt rigorose Anti-Cheat-Strategie offen

Stellen Sie sich vor, Sie haben nach einem nervenaufreibenden Run den Rucksack voller wertvoller Beute, nur um in letzter Sekunde durch einen Wallhack-Schützen zu fallen. Um genau dieses Frustszenario zu verhindern, hat Bungie nun kurz vor dem Release von Marathon seine umfangreichen Sicherheitspläne enthüllt, die Cheatern das Leben zur Hölle machen sollen.

Hightech-Schutzwälle gegen Cyberkriminelle

In der Welt der Extraktions-Shooter ist Fairness die wichtigste Währung. Wer alles verlieren kann, muss darauf vertrauen, dass der Gegner mit rechten Dingen spielt. Bungie setzt hierfür auf eine autoritative Server-Struktur. Das bedeutet: Wichtige Entscheidungen über Kampfhandlungen und Beute fallen nicht auf dem Computer der Spielerschaft, sondern direkt auf den dedizierten Servern des Studios. Manipulationen am eigenen Client werden so im Keim erstickt.

Zusätzlich implementieren die Entwickler ein System, das sie „Nebel des Krieges“ nennen. Dabei werden Informationen über die Position von Feinden oder seltenem Loot nur dann an den Rechner übertragen, wenn sie wirklich sichtbar sein müssen. Wallhacks und sogenannte ESP-Cheats laufen damit weitestgehend ins Leere, da die Daten schlichtweg nicht vorhanden sind, bevor der Sichtkontakt erfolgt.

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Kernel-Schutz und der „Server Slam“

Obwohl sich Bungie bei den technischen Details bedeckt hält, um Angreifern keine Steilvorlage zu liefern, ist klar: Das Studio nutzt sowohl Benutzermodus- als auch Kernelmodus-Komponenten. Dieser tiefe Eingriff ins System soll sicherstellen, dass keine Schummel-Software im Hintergrund unbemerkt mitläuft.

Bevor Marathon am 5. März 2026 offiziell für PS5, PC und Xbox Series X/S erscheint, bittet Bungie zum Härtetest. Ende Februar findet ein „Server Slam“-Event statt. Hier werden sämtliche Sicherheitssysteme unter Realbedingungen hochgefahren. Die Community ist explizit aufgerufen, verdächtiges Verhalten zu melden, damit die Algorithmen bis zum Launch feingeschliffen werden können.

Gnadenlose Härte bei Fehltritten

Die Botschaft an potenzielle Betrüger ist unmissverständlich: Wer erwischt wird, fliegt – und zwar für immer. Bungie betont, dass es keine zweite Chance geben wird. Permanente Banns sind die Standardstrafe für bestätigtes Cheating.

Gleichzeitig gibt sich das Studio menschlich und räumt ein, dass auch automatisierte Systeme Fehler machen können. Für fälschlicherweise sanktionierte Konten wird ein Beschwerdeverfahren eingerichtet. Auch bei technischen Tücken zeigt sich Bungie kulant: Wer durch Serverprobleme die Verbindung verliert und seinen wertvollen Loot einbüßt, soll durch ein Erstattungssystem entschädigt werden.

Ein Bollwerk für den fairen Wettkampf

Bungie macht deutlich, dass der Kampf gegen Cheater ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel bleibt. Doch mit dem aktuellen Maßnahmenpaket sendet das Studio ein starkes Signal an die Core-Gamer: Euer Fortschritt und eure Zeit sind uns heilig. Wenn Marathon im März an den Start geht, soll nicht der beste Algorithmus gewinnen, sondern die Person mit der ruhigsten Hand und der cleversten Taktik. Es bleibt zu hoffen, dass dieser digitale Schutzwall den ersten Ansturm der „Cyberkriminellen“ übersteht.

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