Phil Spencer bekräftigt Kurs: Xbox setzt auf breite Zugänglichkeit statt strikter Exklusivität

Starfield und weitere große Marken könnten laut Spencer zukünftig auch für die PS5 verfügbar sein
Veröffentlicht am von Dominik LitzmannPremium-Benutzer
Phil Spencer bekräftigt Kurs: Xbox setzt auf breite Zugänglichkeit statt strikter Exklusivität

Xbox-Chef Phil Spencer erklärt in einem Interview, weshalb Exklusivität auf Dauer kein zentrales Ziel mehr für Microsoft ist. Stattdessen soll eine möglichst große Reichweite durch Multiplattform-Veröffentlichungen geschaffen werden, von der auch PlayStation-5-Spieler profitieren könnten.

Xbox-Strategie: Offenheit als Schlüssel zum Erfolg

Phil Spencer, der Chef von Xbox, hat in einem Interview mit Destin Legarie erneut betont, dass Microsoft weg von einer strikt exklusiven Veröffentlichungsstrategie gehen möchte. Im Vordergrund stehe, möglichst vielen Interessenten einen Zugang zu den Titeln zu verschaffen. So widerspricht Spencer den weit verbreiteten Annahmen, dass Microsoft seine wichtigsten Marken kategorisch vor anderen Plattformen fernhalten will.

„Nein, es gibt kein bestimmtes Spiel … es gibt keinen Grund für mich, einen Zaun um irgendein Spiel zu ziehen und zu sagen: ‚Dieses Spiel wird nicht an einen Ort gehen, an dem es Spieler findet und kommerziellen Erfolg für uns hat‘“, sagte Spencer. Damit spricht er sich ausdrücklich dafür aus, Spiele auf verschiedenen Plattformen erfolgreich zu platzieren, sofern dies wirtschaftlich sinnvoll ist.

Game Pass bleibt ein zentrales Standbein

Laut Spencer soll dabei der Game Pass weiterhin eine bedeutende Rolle spielen. Das Abomodell biete den Vorteil, viele Titel direkt zum Start verfügbar zu machen und so eine große Spielerschaft anzusprechen. Doch gleichzeitig wolle man niemandem das Spielerlebnis vorenthalten, der nicht Teil des Game-Pass-Ökosystems ist oder auf einer anderen Konsole spielt.

Starfield und Co. in Planung?

Besonders spannend für PlayStation-Fans: Gerüchten zufolge steht ein möglicher PS5-Port für das bis dato nur auf Xbox und PC erschienene Rollenspiel Starfield im Raum. Offiziell bestätigt wurde das bislang nicht, aber laut Spencer hält Microsoft es sich offen, große Projekte auch jenseits der eigenen Plattformen zu veröffentlichen – sofern ein positives Geschäftsergebnis zu erwarten ist.

Nicht nur Starfield könnte davon profitieren. Auch weitere Xbox-Titel wie Microsoft Flight Simulator 2024, Halo: The Master Chief Collection und The Outer Worlds 2 werden als Kandidaten für eine Multiplattform-Zukunft gehandelt, obwohl dazu bislang keine konkreten Termine genannt wurden. Laut den vorliegenden Informationen – die teils auf Aussagen, teils auf Gerüchte basieren – ist bereits bekannt, dass Doom: The Dark Ages auch für PS5 erscheinen soll und das kommende Indiana Jones und der Große Kreis ebenfalls für Sonys Konsole geplant ist.

Sea of Thieves als Vorzeigebeispiel?

Besonders eindrücklich soll dieses Strategie-Modell schon bei Sea of Thieves zu sehen sein. Laut verschiedenen Meldungen ist das Piratenabenteuer von Rare im Mai 2024 auf die PS5 gebracht worden und konnte dort ebenfalls eine große Fangemeinde aufbauen. Auch hier ist Xbox’ Philosophie deutlich zu erkennen: mehr Spieler zu erreichen und dadurch eine treue Community zu gewinnen, anstatt durch Exklusivität vermeintlich Marktanteile zu sichern.

Größere Zugänglichkeit als langfristiges Ziel

Mit dem neuen Kurs möchte Microsoft ein Gleichgewicht schaffen: Zwar wird der Game Pass als wichtiges Zugpferd forciert, gleichzeitig sollen markenprägende Titel jedoch nicht pauschal hinter Konsolengrenzen zurückbleiben. Vielmehr sollen diese Spiele ihren Weg auf alle Plattformen finden, wenn das den wirtschaftlichen und strategischen Zielen entspricht. Für viele PS5-Besitzer eröffnet sich damit die spannende Aussicht, künftig auf einige Xbox-Highlights zugreifen zu können, ohne eine zusätzliche Konsole zu benötigen.

Ob und wann Titel wie Starfield tatsächlich für die PlayStation 5 angekündigt werden, ist bislang noch nicht offiziell bestätigt. Die Interviews und bisherigen Aussagen lassen allerdings erkennen, dass Microsofts langfristige Strategie auf Offenheit und Reichweite setzt – sehr zur Freude all jener, die sich mehr Wahlfreiheit und weniger Plattformbarrieren wünschen.

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