PS6: Doch keine reine RDNA 5-Architektur? Neue Insider-Details zur GPU der Next-Gen-Konsole
Während Sony zur PS6 weiterhin beharrlich schweigt, brodelt die Gerüchteküche gewaltig. Nun lieferte ein bekannter Insider neue Details zur GPU-Architektur und dem massiven Arbeitsspeicher-Upgrade der kommenden Next-Gen-Konsole.
Die PlayStation 5 feiert in diesem Jahr bereits ihren sechsten Geburtstag. Während Sony hinter den Kulissen längst fleißig am Nachfolger werkelt, sind offizielle Details zur PS6 bislang Mangelware. Doch ein bekannter Hardware-Experte gibt uns nun einen tiefen Einblick unter die Haube: Es zeichnet sich ein technisches Kraftpaket ab, das vor allem beim Speicher und der Chip-Struktur eigene Wege geht.
Was steckt hinter dem Kürzel RDNA?
Bevor wir in die Details abtauchen, ein kurzer Blick auf das Fundament: RDNA steht für Radeon DNA. Es ist der Name der Grafikarchitektur von AMD, die das "Gehirn" für die Bildberechnung darstellt.
- Der Clou: Jede neue Generation (RDNA 1, 2, 3 etc.) ist wie ein Motor-Update. Sie bestimmt, wie effizient die Konsole Lichtstrahlen berechnet (Raytracing), wie flüssig 4K-Bilder über den Schirm laufen und wie viel Strom dabei verbraucht wird.
- Während der PC-Markt meist strikt auf die nächste Version wartet, darf Sony bei der PS6 "mischen".
Ein Hybrid-Design für die PS6?
Fest steht: Sony wird für die PS6 auch weiterhin gemeinsame Sache mit AMD machen. Doch wer gehofft hat, dass die Konsole einfach das nächste Regalprodukt in Form der Standard-Architektur RDNA 5 nutzt, muss nun umdenken. Wie der renommierte Insider KeplerL2 im NeoGAF-Forum enthüllte, wird die PS6 kein "reines" RDNA 5-System sein.
Stattdessen setzt Sony wohl erneut auf ein hochgradig angepasstes Custom-Design. Der Insider zog dabei einen Vergleich zur PS5: Diese wird oft als reine RDNA 2-Konsole bezeichnet, ist in Wahrheit aber ein Hybrid, der Elemente von RDNA 1 mit Features wie dem Raytracing-Framework kombinierte, die erst viel später zum Standard wurden. Für die PS6 bedeutet das: Sony und AMD picken sich die effizientesten Features aus der RDNA 5-Architektur und kombinieren sie möglicherweise mit Prototyp-Technologien von RDNA 6 oder der neuen UDNA-Struktur. Ziel ist ein Design, das speziell auf maximale Gaming-Performance und eine lückenlose Abwärtskompatibilität optimiert ist.
Gewaltiger Sprung beim Arbeitsspeicher
Neben der GPU-Architektur lieferte KeplerL2 auch beeindruckende Infos zum Arbeitsspeicher. Die PS6 soll demnach über stolze 30 GB GDDR7-RAM verfügen. Zum Vergleich: Die PS5 nutzt 16 GB GDDR6.
Dieser Wechsel auf GDDR7 würde nicht nur die Kapazität fast verdoppeln, sondern die Bandbreite auf etwa 640 GB/s hieven. Das ist essenziell für die Berechnung komplexer KI-Anwendungen und fotorealistischer Spielwelten. Interessanterweise soll dieser Speicher über ein 160-Bit-Interface angebunden werden, wobei Sony auf spezielle 3-GB-Module setzen könnte.
Auch zum gemunkelten PlayStation-Handheld, der begleitend zur PS6 erscheinen soll, gibt es Neuigkeiten: Hier werden 24 GB LPDDR5X-RAM erwartet. Damit würde das mobile Gerät auf Augenhöhe mit High-End-Handhelds wie dem ROG Ally X liegen und könnte Spiele nativ berechnen, statt nur auf Cloud-Streaming zu setzen.
Geduld ist eine Tugend
Obwohl diese technischen Eckdaten das Herz jedes Hardware-Fans höherschlagen lassen, sollten wir die Erwartungen beim Release-Datum dämpfen. Analysten und Insider gehen davon aus, dass die PS6 frühestens 2028 oder sogar erst 2029 erscheinen wird. Sony scheint bestrebt zu sein, den Lebenszyklus der PS5 – unterstützt durch die PS5 Pro – so lange wie möglich auszuschöpfen, bevor der Vorhang für die nächste Generation fällt.
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