Replaced braucht mehr Zeit: Cyberpunk-Hoffnung verschiebt sich kurz vor dem Ziel

Trotz technischer Fertigstellung benötigt das Team von Sad Cat Studios noch einige Wochen für den finalen Feinschliff – der neue Release-Termin ist der 14. April 2026.
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Von Dominik Litzmann
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Replaced braucht mehr Zeit: Cyberpunk-Hoffnung verschiebt sich kurz vor dem Ziel

Die Ziellinie war bereits in Sichtweite, doch nun müssen Fans des retro-futuristischen 2,5D-Spektakels doch noch einmal tief durchatmen. Während wir eigentlich damit gerechnet hatten, bereits im nächsten Monat in die düstere Welt von Phoenix-City einzutauchen, bleibt die Tastatur vorerst noch staubig.

Eine KI auf Abwegen

In Replaced schlüpfen wir in die Rolle von Reach, einer künstlichen Intelligenz, die wider Willen in einem menschlichen Körper festsitzt. Das Ganze spielt in einem alternativen Amerika der 1980er Jahre, das nach einer nuklearen Katastrophe kaum noch wiederzuerkennen ist. Der Titel besticht vor allem durch seinen einzigartigen Grafikstil, der hochauflösende Pixel-Art mit modernen Lichteffekten kombiniert und so eine Atmosphäre schafft, die förmlich aus dem Bildschirm tropft.

Politur statt Schnellschuss

Die Nachricht der Verschiebung kommt überraschend, da das Studio betont, dass das Spiel "technisch fertig" sei. Warum also die Verzögerung? In einem offiziellen Statement erklärte Sad Cat Studios, dass die zusätzliche Zeit bis zum 14. April 2026 investiert wird, um das Erlebnis vollständig "poliert, stabil und getreu der Vision" zu machen. Man wolle sicherstellen, dass das fertige Produkt den hohen Erwartungen gerecht wird, die über die Jahre gewachsen sind.

Dass die Entwickler vorsichtig sind, ist verständlich: Die Reise von Replaced war steinig. Seit der ersten Ankündigung wurde das Projekt mehrfach verschoben – unter anderem aufgrund der massiven Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine auf das Team im Jahr 2022.

Das Feedback der Fans als Treibstoff

Ein wichtiger Faktor für die letzten Meter der Entwicklung ist die aktuelle Steam-Demo. Die Resonanz der Community bezeichnete das Studio als "ultimativen Treibstoff". Das Zusehen bei Gameplay-Sessions und das Lesen von Rezensionen sei zwar nervenaufreibend, aber auch überwältigend positiv gewesen.

"Wir lesen ständig eure Kommentare, und dieses Feedback hilft uns dabei, die letzten Optimierungen vorzunehmen, die das fertige Spiel zum Strahlen bringen werden." – Sad Cat Studios

Das Team nutzt die verbleibenden Wochen nun, um das Feedback der Spielerinnen und Spieler direkt in die finale Fassung einfließen zu lassen.

Geduldsprobe für den Pixel-Traum

Nach Jahren des Wartens und mehreren Verschiebungen wirkt dieser letzte Aufschub von nur wenigen Wochen fast wie ein kurzer Boxenstopp kurz vor dem Zielbanner. Wenn das Ergebnis am Ende die versprochene Qualität liefert, dürfte der 14. April für PC- und Xbox-Besitzende ein Feiertag für die Sinne werden. Manchmal ist ein Spiel, das etwas später kommt, eben doch besser als eines, das überhastet auf den Markt geworfen wird.

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