Ubisoft erhöht Preise für Just Dance+ nach Stellenabbau und Umstrukturierung

Abo wird ab April 2026 teurer – zeitlich brisant nach Studio-Schließungen und Projektstreichungen
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Von Dominik Litzmann
Ubisoft erhöht Preise für Just Dance+ nach Stellenabbau und Umstrukturierung

Nur wenige Tage nach massiven Einschnitten im Unternehmen dreht Ubisoft an der Preisschraube: Der Publisher erhöht die Kosten für sein Musik-Streaming-Abo Just Dance+ deutlich. Die neuen Preise gelten ab April 2026 und betreffen alle Laufzeiten.

Teurer tanzen ab 2026

Just Dance+ ist seit November 2022 verfügbar und erweitert Just Dance 2023 Edition sowie alle neueren Ableger um Songs aus dem umfangreichen Serien-Backkatalog. Dieses Zusatzangebot wird künftig jedoch spürbar teurer:

  • 1 Monat: 4,99 € (vorher 3,99 €)
  • 3 Monate: 12,99 € (vorher 9,99 €)
  • 12 Monate: 29,99 € (vorher 24,99 €)

Damit steigt der Jahrespreis um fünf Euro – ein Plus von rund 20 Prozent.

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Neue Songs als Rechtfertigung?

Ubisoft verweist auf kontinuierliche Inhaltsupdates. Bereits jetzt sind neue Titel verfügbar, darunter:

  • Walking on Sunshine – Katrina & The Waves
  • Toxic – Britney Spears
  • Dynamite – BTS

Ein weiteres Song-Paket soll am 10. Februar 2026 folgen. Ob diese Erweiterungen die Preiserhöhung für viele Spieler rechtfertigen, dürfte allerdings Geschmackssache sein.

Ungünstiger Zeitpunkt nach harten Einschnitten

Besonders kritisch wirkt der Schritt vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen bei Ubisoft. Erst vergangene Woche hatte der Konzern weitreichende Kürzungen, Projekt-Abbrüche und Studio-Schließungen bestätigt. Insgesamt wurden sechs Spiele eingestellt – darunter auch das seit Jahren in Arbeit befindliche Prince of Persia: The Sands of Time Remake.

Zudem setzt Ubisoft verstärkt auf Live-Service-Modelle, klare Studio-Spezialisierungen und Investitionen in generative KI. Laut Berichten steht am Pariser Hauptsitz ein umfassendes Kostenreduktionsprogramm an, inklusive freiwilliger Abfindungsangebote. Die französische Gewerkschaft Solidaires Informatique plant nach einem Streikaufruf bereits weitere Maßnahmen.

Tanzen im Schatten der Umstrukturierung

Die Preiserhöhung von Just Dance+ mag wirtschaftlich nachvollziehbar sein – kommunikativ kommt sie jedoch zur Unzeit. Während Fans auf Stabilität und klare Perspektiven hoffen, sendet Ubisoft gemischte Signale: mehr Fokus auf Abos und Services, weniger Sicherheit bei großen Prestigeprojekten.

Ob die Community diesen Kurs mitträgt oder sich nach Alternativen umsieht, wird sich spätestens ab April 2026 zeigen – dann, wenn Tanzen offiziell teurer wird.

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