Xbox Cloud Gaming zündet den Turbo: 1440p-Streaming und Handheld-Boost

Microsoft rollt das Februar-Update aus und hebt die Bildqualität im Game Pass Ultimate auf ein neues Level. Auch Handheld-Fans mit der ROG Ally dürfen sich über spürbare Performance-Sprünge freuen.
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Von Dominik Litzmann
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Xbox Cloud Gaming zündet den Turbo: 1440p-Streaming und Handheld-Boost

Endlich Schluss mit verwaschenen Texturen im Stream: Microsoft spendiert dem Xbox Cloud Gaming ein massives Upgrade und schraubt die Auflösung für Konsolen-Nutzer ordentlich nach oben. Während das Cloud-Erlebnis bisher oft an der 1080p-Marke kratzte, dürfen sich Abonnenten des Xbox Game Pass Ultimate ab sofort auf knackscharfe 1440p freuen – und das ist erst der Anfang der heutigen Neuigkeiten.

Mehr Schärfe für die Cloud

Der Fokus des aktuellen Februar-Updates liegt ganz klar auf der visuellen Brillanz. Ab sofort unterstützt Xbox Cloud Gaming auf den Konsolen (Xbox Series X|S sowie die Xbox One-Familie) Streaming in bis zu 1440p. Damit schließt die Konsole zu den bereits versorgten PC-Apps und ausgewählten Smart-TVs auf.

Doch die reine Pixelzahl ist nur die halbe Miete: Gleichzeitig wurde die Bitrate erhöht. Was trocken klingt, bedeutet für euch in der Praxis weniger unschöne Kompressionsartefakte in dunklen Bildbereichen und ein insgesamt stabileres Bild bei schnellen Kamerabewegungen. Wer also ein schnelles Internet, aber keine Lust auf riesige Downloads hat, bekommt nun ein Erlebnis geboten, das der nativen Hardware-Leistung immer näherkommt.

Ein Herz für Handhelds: Die ROG Ally wird optimiert

Nicht nur Cloud-Nutzer profitieren, auch die Besitzer einer ROG Xbox Ally (und Ally X) erhalten frische Features. Besonders komfortabel: Externer Speicher lässt sich nun direkt während der Spielinstallation formatieren. Wer eine der offiziellen SanDisk microSD-Karten nutzt, spart sich so den Umweg durch komplizierte Untermenüs.

Noch spannender ist jedoch das neue System namens "Advanced Shader Delivery". Habt ihr euch auch schon über Ruckler beim ersten Start eines neuen Spiels geärgert? Damit soll nun Schluss sein. Das System lädt Grafik-Shader bereits während des Spiel-Downloads vorab herunter. Ein neues Pop-up informiert euch direkt, ob die Shader vorkompiliert sind. Das Ergebnis: Kürzere Ladezeiten und ein butterweiches Spielerlebnis ab der ersten Sekunde.

Optimiert für die Hosentasche

Im Zuge der Neuerungen hat Microsoft auch das Handheld-Kompatibilitätsprogramm erweitert. Drei prominente Titel wurden frisch zertifiziert:

  • Dragon Quest VII Reimagined: Das frisch veröffentlichte JRPG-Remake gilt nun als voll optimiert.
  • High on Life 2: Der abgedrehte Shooter-Nachfolger ist ebenfalls für das Handheld-Erlebnis fit gemacht worden.
  • Reanimal: Das neue Grusel-Abenteuer der Little-Nightmares-Macher wird als "größtenteils kompatibel" eingestuft.

Die Cloud wird erwachsen

Es ist beeindruckend zu sehen, wie konsequent Microsoft die Grenzen zwischen lokaler Hardware und Cloud-Diensten aufweicht. Mit dem Sprung auf 1440p und cleveren Lösungen wie der Shader-Vorkompilierung zeigt Xbox, dass Streaming kein Kompromiss mehr sein muss, sondern eine echte Alternative wird. Die Strategie ist klar: Spielen soll man überall können – und zwar ohne, dass die Qualität dabei auf der Strecke bleibt. Werden wir in zwei Jahren überhaupt noch über Download-Größen sprechen? Nach diesem Update wirkt dieses Szenario gar nicht mehr so fern.

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